Frauen protestieren in Bradost gegen türkische Besatzung

In der südkurdischen Region Bradost haben Frauen gegen die türkische Besatzung protestiert und zum Widerstand aufgerufen.

Die Proteste gegen die türkische Invasion in Südkurdistan weiten sich aus. Vor vier Tagen haben Jugendliche in Qendîl die Aktion „Lebende Schutzschilde“ gestartet. Aus Silêmanî, Germiyan, Şarezor, Kerkûk und Raperîn sind gestern Frauen nach Bradost gefahren, um gegen die türkische Besatzung zu protestieren.

In der Gruppe, die sich „Frauen gegen Besatzung“ nennt, befinden sich Mütter von Gefallenen, Akademikerinnen und Aktivistinnen. In Bradost besuchten sie zunächst die Dörfer Mêrge Reş und Geliyê Şêx Zade, um Gespräche mit Menschen zu führen, die bei türkischen Angriffen verletzt worden sind. Die Dorfbewohner*innen gaben an, dass sich der Druck der PDK-Sicherheitskräfte und des türkischen Geheimdienstes MIT auf die Bevölkerung vergrößert hat und darüber große Wut herrscht.

Demonstration in Sidekan

Anschließend fuhren die Frauen in das Dorf Geliyê Şêx Zade bei Sidekan und führten eine Demonstration durch, bei der sie skandierten: „Mit dem Widerstand in Bradost und dem Kampf in Kerkûk die Besatzungsmentalität brechen!“

Im Dorf Mêrgereş verlasen die „Frauen gegen Besatzung“ eine Erklärung, in der es hieß: „Wir protestieren gegen die Angriffe des türkischen Staates auf Bradost und ebenso gegen die Angriffe auf Kerkûk und Xurmatû. Bei den Angriffen auf Şiladizê, Amedî, Akrê, Zaxo und Dihok sind Dutzende Zivilistinnen und Zivilisten getötet worden. Das eigentliche Ziel des türkischen Staates ist die Entvölkerung der Region Bradost und die Errichtung von Militärstützpunkten. Als Frauen haben wir daher eine Kampagne unter dem Motto ‚Nein zur Besatzung, nein zu einer Intervention in Kerkûk, es lebe der Widerstand‘ gestartet. Wir werden die Besatzung auf keinen Fall hinnehmen. Die türkische Armee muss unverzüglich Südkurdistan verlassen, das kurdische Regionalparlament muss einen entsprechenden Beschluss fassen.“

Die Frauen richteten außerdem einen Aufruf an die Peschmerga und die Bevölkerung: „Alle sollten am Widerstand gegen die Besatzung teilhaben. So wie wir gemeinsam das Grauen des IS beendet haben, müssen wir gemeinsam mit der Guerilla Südkurdistan gegen die Besatzungsangriffe des türkischen Staates verteidigen.“ Auch die UN wurden aufgefordert, gegen die völkerrechtswidrige Invasion der Türkei vorzugehen.

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