Proteste und Repression in Amed

Auch am dritten Tag nach der Einsetzung eines Zwangsverwalters über die nordkurdische Metropole Amed gehen die Proteste weiter. Kräfte des türkischen Regimes blockieren alle Straßen zum Rathaus von Amed mit Barrieren und Wasserwerfern.

Auch heute finden wieder Kundgebungen, Demonstrationen und Aktionen gegen die Absetzung der Ko-Bürgermeister*innen von Amed (Diyarbakir), Wan (Van) und Mêrdîn (Mardin) und die Einsetzung von regimetreuen Zwangsverwaltern statt. Schon im Vorfeld der offiziellen Protestaktionen hat die Polizei das Rathaus von Amed weiträumig mit Barrieren und Wasserwerfern abgeriegelt. Auf jeder Kreuzung stehen Wasserwerfer, die Straßen sind für den Autoverkehr gesperrt und Fußgänger*innen werden Personalienkontrollen unterzogen. In den anderen Straßen der Stadt bilden sich aufgrund der Absperrungen lange Staus.

Die Abgeordneten der Demokratischen Partei der Völker (HDP) haben angekündigt, eine Erklärung vor dem Rathaus abgegeben zu wollen. Die Menschen beginnen sich zu sammeln. Unter ihnen befinden sich auch die HDP-Abgeordneten Necdet İpekyüz, Meral Danış Beştaş, Feleknas Uca, Nusrettin Maçin, Saliha Aydeniz, Remziye Tosun, Kemal Peköz und der Vorsitzende der HDP-Amed Selçuk Mızraklı. Die Menschen rufen Parolen gegen die Repression und fordern Recht und Gerechtigkeit. Die Polizei hat daraufhin die Abgeordneten eingekesselt. Daraufhin traten diese in den Sitzstreik, dem sich sofort viele Menschen angeschlossen haben.

Gestern war es zu schweren Übergriffen von türkischen Regimekräften auf die protestierende Bevölkerung gekommen. Die Proteste gingen dennoch weiter.

ANF

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