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Salı, Kasım 12, 2019
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Yekgirtû: Regierung muss türkischen Verstößen entgegenwirken

Osman Karwanî, Vorstandsmitglied der Yekgirtû, betrachtet die Präsenz und den Vormarsch der türkischen Armee auf südkurdischem Boden als „ernsthafte Gefahr“ und fordert von der Regionalregierung, sich der türkischen Militärintervention zu widersetzen.

Die türkische Armee wird die Anzahl ihrer Truppen und Militärstützpunkte in den Regionen Sîdekan, Başîka und Behdînan erhöhen. Gegenwärtig steht in Südkurdistan eine Fläche von 20 Quadratkilometern unter der Besatzung des türkischen Staates. Die Bevölkerung von Başûr (Südkurdistan) fühlt sich aufgrund der Präsenz der türkischen Armee in ihrer Sicherheit bedroht. Die Landwirtschaft und die Viehzucht werden behindert und die Menschen in den betroffenen Gebieten können somit nicht für ihren Lebensunterhalt aufkommen. Trotz mehrerer ziviler Todesopfer infolge türkischer Luftangriffe haben die Behörden der südkurdischen Regionalregierung unter Federführung der PDK außer Presseerklärungen bisher keine Schritte unternommen, um den Machenschaften des türkischen Staates ein Ende zu setzen.

Unsere Kollegin Roza Mihemed von der in Südkurdistan ansässigen Nachrichtenagentur RojNews hat mit Osman Karwanî, Vorstandsmitglied der kurdisch-islamischen Einheitspartei Yekgirtû (Yekgirtûya Îslamî ya Kurdistanê), über das grenzverletzende Verhalten und Drohungen des türkischen Staates gesprochen.

Karwanî betrachtet die Präsenz und den Vormarsch der türkischen Armee auf südkurdischem Boden als „ernsthafte Gefahr“ und fordert von der Autonomieregierung, ihren Pflichten und Verantwortlichkeiten nachzukommen und sich der türkischen Militärintervention zu widersetzen. Karwanî betonte, dass der türkische Staat die Prinzipien des internationalen Völkerrechts respektieren solle und ein Eingreifen in die territoriale Souveränität eines anderen Landes zu unterlassen habe. „Die Existenz der Türkei, Irans und sogar Bagdads auf dem Boden Südkurdistans verursacht nichts anderes als Unruhe“, so Karwanî.

Der Politiker kritisierte die Autonomieregierung auch dahingehend, dass sie ihren nationalen Pflichten nicht nachkomme: „Leider unternimmt die südkurdische Regionalregierung nicht die nötigen Schritte, um ihre nationale Pflicht zu erfüllen. Das liegt daran, dass sie all ihre nationalen und internationalen Beziehungen auf Grundlage eines persönlichen und tribalen Rahmens entwickeln. Die Administration der Regionalregierung muss endlich ihre Aufgaben erfüllen und den Vormarsch der türkischen Armee auf südkurdischem Boden stoppen. Sie muss sich den Grenzverletzungen entgegenstellen.“

ANF

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